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Geburtsbericht von Leni 07.02.2007

Meine Schwangerschaft verlief von Anfang an ganz normal ohne welche Probleme und Auffälligkeiten.

Am 02. Oktober 2006 (mein Papa, Leni's Opa wäre da 65 Jahre geworden) haben ich positiv getestet.

Die Bestätigung vom Frauenarzt bekam ich ein paar Tage später ebenfalls.

Ich hatte nie erbrechen oder große Übelkeit, vielleicht mal ein bisschen Flau im Magen, aber sonst, wie immer.

Wir wussten sogar schon recht zeitig das wir einen Jungen erwarten, die damalige Frauenärztin wo wir zur Nackentransparenzmessung waren, war sich absolut sicher und meinte so zeitig ist es selten so ein gutes Bild zu bekommen das man schon das Geschlecht des Kindes erkennen kann. (es war nicht die Nabelschnur, da war sich die Ärztin sicher).
Tja nun haben wir ein Mädchen, eben das Gegenteil, wir sind glücklich!



Angefangen hatte es am 06. Februar 2007, wir hatten einen Termin bei der Hebamme, vorher war ich noch duschen gewesen, als ich auf einmal ein unangenehmes Gefühl im Bauch hatte, als wenn sich unser Krümel kräftig gedreht hat, das tat dann ne halbe Stunde weh und dann war es weg.

Danach hatte ich nur noch ein Druckgefühl im linken Unterbauch, aber mir nichts schlimmes dabei gedacht. Wir fuhren zur Hebamme und besprachen alles (Anamnesebogen, ...) ich sagte nichts bei der Hebamme, denn ich dachte es sei normal, zumindestens hätte ich nie gedacht das diese Bauchgeschichte gleich die Geburt nach sich zieht.

Wir fuhren nach Haus und ich legte mich auf's Sofa da mir kalt war und ich sehr müde wurde. Gegend Abend meinte ich zu Jens er soll bitte das Fieberthermometer holen. Nach dem messen hatte ich hatte 38,9 Temp. gehabt, mir war aber nicht nach Fieber zumal ich Fieber überhaupt nicht kenne von mir. Ich meinte zu Jens ich warte noch ne Stunde ab und dann ruf ich unsere Hebamme Andrea (selber Name wie ich :-) )an und frage was ich machen soll. Gesagt getan. Nach einer knappen Stunde, es war halb neun Abend gewesen, rief ich Andrea unsere Hebamme an, das Fieber stieg auf 39,6 Temp. Andrea (Hebamme) meinte ich kann in die Klinik fahren, dann bleibe ich da oder ich nehme eine Paracetamol. Ich entschied mich für eine Paracetamol und wollte dann nächsten Tag zur Frauenärztin fahren.

Die Nacht war alles andere als ruhig, oft waren wir beide wach, das Fieber ging nur leicht runter, aber ich versuchte weiter zu schlafen. Jens musste gegen halb fünf aufstehen, so bin ich auch kurz aufgestanden um auf Toilette zu gehen und dann nahm alles seinen lauf. Ich hatte auf einmal rosa Schmierblutungen und rief gleich zu Jens das ich sofort in die Klinik will.

Jens konnte nicht fahren, er musste auf Arbeit, da gerade Urlaubszeit war, ich merkte das es ihm gar nicht passte das er mich nicht in die Klinik fahren konnte, ich rief meine Mutter an und sie kam dann vorbei. Wir packten noch notdürftig die Krankenhaustasche (in der 23+0 SSW hat man ja noch keine gepackt) und fuhren los. Ich dachte ich werde die nächsten Wochen liegen müssen, aber das war wohl nur ein Wunschdenken, denn es kam alles anders ... .

Wir kamen in die Notaufnahme und dort wurd ich auch gleich in einen Rollstuhl gesetzt und in den Kreißsaal gefahren, dort hat die diensthabende Hebamme gleich gemeint ich soll mir gleich das Flatterhemd anziehen, zu meiner Mutter meinte sie gleich das ich sowieso da bleibe, ohne mich untersucht zu haben.

Ich wurde in ein Wehenzimmer gebracht und dann gleich an ein CTG angeschlossen, was mich wunderte, das man überhaupt was ableiten konnte in der 23+0 SSW. Später stellte sich heraus das die diensthabende Hebamme nicht wusste ob es meine Herztöne waren oder die vom Kind die sie dort sah bzw. hörte (wegen dem Fieber). Kurze Zeit später kamen drei Ärzte in das Zimmer, einer von denen war ein Oberarzt und der untersuchte mich dann. Er schimpfte über meine Hebamme warum sie mich nicht gleich in die Klinik schickte, obwohl das meine Entscheidung gewesen ist. Dann sagte er das mein Muttermund schon 2 cm geöffnet ist und die Fruchtblase in der Scheide liegt und das die Chance gering ist die Schwangerschaft zu erhalten. Er meinte es wäre besser gewesen ich hätte das Kind zu Hause verloren (er wollte der Natur freien lauf lassen) und nicht das er es beenden muss. Es wurde nach der Untersuchung noch ein Ultraschall gemacht um zu sehen wie groß das Kind ist, ausserdem wurde ein Gewicht von 570 g geschätzt +/- 50 g, dann verging eine halbe Stunde und der Oberarzt wollte mich noch mal untersuchen, nun war mein Muttermund schon auf 6 cm geöffnet und der Oberarzt meinte das die Schwangerschaft nicht gehalten werden kann, sie muss beendet werden.

Es war wie ein Schlag ins Gesicht, keiner redete auch nur einmal über das Kind, die Schwangerschaft wurde wegen mir beendet, was mit dem Kind war, war erst mal zweitrangig. Zurück im Wehenzimmer ist mir auf einmal Fruchtwasser zwischen den Beinen hinunter gelaufen, ich meinte gleich zu meiner Mutter sie soll sofort Jens anrufen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich auch schon verstärkt Wehen gehabt.

Die diensthabende Hebamme fragte mich ob sie meine Hebamme (Andrea) anrufen soll (Beleghebamme) ich sagte ja, sie kam gerade rechtzeitig, als ich mein Fruchtwasser verlor. Ich wurde ganz schnell in den Kreißsaal gefahren und sollte umgebettet werden auf das Kreißbett da hatte ich schon so starke Wehen gehabt, das ich das Gefühl hatte zu pressen, ich denke mir das unser Kind auf natürlichem Wege auf die Welt gekommen wäre, aber ob sie das überlebt hätte???

Der Oberarzt kam wieder und untersuchte mich nun ein drittes mal, es stellte sich heraus das ich einen hohen Blasensprung hatte und dann ging alles ganz schnell. Ich wurde wieder auf die Trage gebettet, man zog mir im Eiltempo Thrombosestrümpfe an, ein Blasenkatheter wurde mir gelegt, Unterschriften musste ich geben, wo ich anscheinend nur noch Kringel gemacht habe. Zwischen Tür und Angel kam noch der Kinderarzt und fragte ob sie alles tun sollen, na klar meinte ich, und ich glaube selten hätte eine Mutter eine andere Entscheidung getroffen. Ich wurde im Eiltempo in den OP geschoben, bekam dann eine Vollnarkose und bekam vom ganzen Geburtsgeschehen nichts mit.

Ich habe immer gesagt das schlimmste was mir passieren kann ist, wenn ich einen Kaiserschnitt bekomme und was hatte ich nun, natürlich das komplette Programm und dann auch noch in Vollnarkose.

Nach der OP wurde ich zurück in den Kreißsaal geschoben wo  Jens und meine Mutter warteten. Jens weinte und sagte immer nur es tut ihm so leid, er war fertig.  Jens sagte mir das es ein Mädchen ist, wo wir doch dachten das es ein Junge wird. Andrea unsere Hebamme fragte uns nach dem Namen, da Jens sich nicht mehr sicher war, sagte ich sie soll Leni Charlott heißen.

Jens wurde dann vom Kinderarzt ins Kreißsaalzimmer geholt und konnte Leni unsere Tochter das erste mal sehen. Als er wieder kam brachte er zwei Bilder mit wo ich das erste mal unsereTochter sehen konnte. Sie war intubiert (beatmet) sah aber, trotz der Schwangerschaftswoche wie ein richtiges Baby aus.

Die Daten unserer Tochter waren nun 520 g leicht und 28 cm kurz und braune Haare.

Meiner Mutter fuhr nun nach Haus, sie konnte ja nichts weiter machen und ließ uns dann mit Jens allein. Sechs Stunden verbrachte ich im Kreißsaal, ich bekam noch zwei Bluttransfusionen da ich während der OP einiges an Blut verloren hatte. Jens blieb noch ein paar Stunden bei mir bis er nach Hause fuhr.

Andrea unsere Hebamme betreute mich/uns die ganze Zeit im Kreißsaal, man hatte eine "vertraute" Person bei sich, obwohl wir uns eigentlich erst einen Tag vorher in der  Hebammenpraxis gesehen haben, zum kennenlernen war keine Zeit und doch fühlte ich mich sehr gut aufgehoben in ihrer Betreuung. Danke!!!

Später wurde ich in einem Wachraum von einer  Gyn-Station verlegt, wo frischoperierte Frauen hinkommen für die erste Nacht, Jens kam Abend noch mal, dürfte aber nicht zu mir, weil sich die Schwestern so blöd hatten. Die Schwestern in diesem Zimmer haben meiner Meinung nach den falschen Beruf gewählt, nicht ein nettes Wort kam herüber, schade eigentlich!!!

Die Nacht war grauenvoll, obwohl die Nachtschwester noch die netteste von den drei Schwestern war, die ich dort erlebt habe. Jede Stunde war ich wach, hab kaum geschlafen und immer und immer wieder auf die Uhr geschaut wie spät es ist. Bei jedem klingeln des Telefon fuhr es mir unheimlich den Rücken lang runter, ich dachte immer gleich kommt jemand und sagt mir das Leni nicht mehr am Leben ist. Was sich Gott sei Dank nicht bestätigte.

Am nächsten Morgen wurde ich auf die Wochenstation verlegt wo ich ein eigenes Zimmer bekam, so das ich nicht mit frischentbundenen Müttern zusammen liegen musste. Und gegend Mittag als ich das erste mal aufgestanden bin mit Hilfe der Schwestern, konnte ich das erste mal zu meiner Tochter.

Als ich Leni das erste mal sah, war ich erschrocken, so dünn und krebsrot sah sie aus, es war eigentlich kein schöner Anblick (dafür jetzt immer schöner, jeden Tag).

Bei Leni und bei mir wurden im Abstrich B-Streptokokken festgestellt (haben wir vom Kinderarzt erfahren, nicht von den Frauenärzten!)

 

 


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